Römertopf

Der Römertopf, ursprünglich von Eduard Bay auf der Hannover-Messe 1967 vorgestellt, erlangte in den 1970er Jahren in Deutschland Popularität und verkaufte bis 1975 10 Millionen Stück, inspirierte zahlreiche Kochbücher und erlebte seit den 2010er Jahren eine erneute Beliebtheit.


Die Geschichte des Römertopfs: Von den Anfängen auf der Hannover-Messe 1967 bis zur heutigen Beliebtheit

Der Zierkeramikhersteller Eduard Bay aus Ransbach im Kannenbäckerland präsentierte den Römertopf erstmals auf der Hannover-Messe 1967. Die Inspiration für die Idee kam von einer Italienreise, während die Form des Topfes 1966 von Bays Schwiegersohn Franz Peter Münch entworfen wurde.

Der Name "Römertopf" wurde als Markenzeichen registriert und bezieht sich auf die Verwendung von Keramik in der antiken römischen Küche. In den 1970er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland wurde der Römertopf aufgrund des aufkommenden Gesundheitsbewusstseins beim Essen populär. Bis 1975 wurden 10 Millionen Stück verkauft. Es wurden zahlreiche Kochbücher mit Rezepten für den Topf veröffentlicht. Das Buch "Braten und Schmoren im Römertopf" von Eva Exner (1970) verkaufte sich bis 1971 1,4 Millionen Mal und gilt als einer der ersten Taschenbuch-Bestseller in der Bundesrepublik. Es gab auch Nachahmerprodukte, wie zum Beispiel den auch in den USA vertriebenen "Schlemmertopf". In der DDR war der Römertopf ein beliebtes Mitbringsel für Verwandte. Seit den 2010er Jahren erfreut sich der Römertopf wieder zunehmender Beliebtheit. Im Jahr 2011 gab der Hersteller an, dass er jährlich 400.000 Römertöpfe produziert und etwa 40 % davon ins Ausland exportiert.

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